Sehen wir uns mit diesem Artikel doch einmal an, was es denn bedeut hat, nach individuellen Hausstandards zu arbeiten. Wie im vorangegangenen Artikel gesehen, hatte man als Druckdienstleister bis ins Jahr 2002 keine andere Möglichkeit, als seinem eigenen Standard zu vertrauen. Alle Fremddaten (Filme) „unterwarf“ man unmittelbar den eigenen Druckbedingungen. Eine Kontrolle bzgl. der Herkunft der Daten konnte nicht durchgeführt werden – die gelieferten Filme wurden grob angesehen und montiert, Platten (continue reading…)
Tag: ICC
7. ICC-Profile – Print, Proof, Softproof, Separation
Wie arbeiten ICC-Profile zusammen ? Im Artikel 6. Farbraumgrößen, Rendering Intents, CMM haben wir eine Menge zum technischen Aufbau von ICC-Colormanagement (CMM, Tabellen in ICC-Profilen, CMM) gelesen. Trotzdem wird es einigen von Ihnen immer noch etwas schwer fallen, sich das Zusammenspiel all dessen bildhaft vorzustellen. Nun, das soll dieser Artikel ändern …

6. Farbraumgrößen, Rendering Intents, CMM
Der vorangegangene Grundlagen-Beitrag : 5. Spektralwerte, CIExyz , CIElab, Metamerie und DeltaE sollte die Begriffe des Themas etwas verständlicher gemacht haben. Wir können uns nun den eigentlichen Aufgaben von ICC-Colormanagement zuwenden und einige Hürden beleuchten, denen man zwangsläufig begegnet.
Wie Sie bereits gesehen haben, geht es nicht ganz ohne die leidige Theorie. Besonders die Funktionsweise der Rendering Intents bei verschiedenen Farbraumgrößen ist deshalb kaum ohne sie zu erklären. Ich werde dennoch versuchen, die Vorgänge so anschaulich wie möglich zu beschreiben. Die für das Verständnis unwesentlichen Details zu ICC-Profilen werde ich Ihnen dabei so gut es geht ersparen.
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Die Aufgaben von ICC-ColorManagement :
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5. Spektralwerte, CIElab, CIExyz, Metamerie und dE
Hat das ICC-Consortium auf das falsche Pferd gesetzt ??
Erklärend zu den vorangegangenen Artikeln wird es Zeit, sich die zahlreichen Farbräume doch etwas näher anzusehen. Ich werde mich bemühen, (obschon nicht ganz einfach) nicht zu sehr ins technische Nirvana abzugleiten … bzw. irgend wann wieder zurück in die Praxis zu finden. Sollten Sie erst jetzt dazugekommen sein, empfehle ich sehr, zunächst die bisherigen Grundlagenartikel 1-4 der Reihe nach zu lesen. Sie werden sehen, es lohnt sich ! (continue reading…)
4. Offene Systeme – ICC-Profile (Eingabeprofile)
Scanner sehen nicht nur unscharf, sondern sind auch noch völlig farbenblind ! Vermutlich werden Sie durch diesen inzwischen 4. Artikel der Serie Ihre Eingabegräte etwas anders sehen als bisher. Ich bin gespannt, ob Sie meinen Erklärungen zustimmen.
Kurzer Rückblick : wir hatten uns angesehen, was ICC-Profile sind und wie Ausgabegeräte (Bildschirme und Drucker) „charakterisiert“ – bzw. profiliert werden. Woher aber kommen die digitalen Daten bzw. wie genau entstehen sie ? Um Colormanagement in einer DTP-Konfiguration endgültig zu verstehen, fehlen uns noch Scanner und Digitalkameras : (continue reading…)
3. Offene Systeme – ICC-Profile (Ausgabeprofile)
In den vorangegangenen beiden Artikeln hatte ich die Entwicklung der klassischen Groß-EBV bis hin zu gemischten offenen DTP-Konfigurationen inkl. aller Unwegsamkeiten geschildert. Neben vielen anderen Problemen hatte dies auch dazu geführt, dass man die Kontrolle über die “Farbe” verlor. Wenn dies der erste Artikel ist, den Sie sich bei mir öffnen, möchte ich Ihnen empfehlen, zunächst die ersten beiden vorherigen Grundlagen-Artikel zu “cm-pcm-pso” zu lesen. Sie werden sehen, es lohnt sich …
Sehen wir uns noch einmal die letzte Grafik an. Hier hatten wir gesehen, dass in den ersten DTP-Konfigurationen ohne ICC-Profile bzw. ColorManagement ein und derselbe CMYK-Wert zu völlig unterschiedlichen Farben in der Ausgabe führt.

1. farbverbindlich – wie war`s damals ?!
Für alle ColorManagement-Spezialisten (ich meine hiermit nur die wirklich „alten Hasen“) ist der Einstieg an dieser Stelle vielleicht noch etwas früh, aber sicher nicht uninteressant. Für alle sonst ist es essenziell wichtig hier zu beginnen, da Zusammenhänge deutlich werden und sich die vielen kleinen Puzzleteile von ColorManagement bzw. PrintColorManagement durch die historische Entwicklung wesentlich besser erklären lassen und alle Teile zu einem klaren Bild werden.
Um es gleich vorweg zu nehmen – im Grunde ist nichts anders oder einfacher als vor 20-30 Jahren. Ganz im Gegenteil haben neue Techniken und intelligenten Workflows es nicht vermocht, grundsätzliche und vor allem zusätzliche Probleme zu kompensieren ;-). Lassen Sie uns erst einmal sehen, wie sich die Technologie ColorManagement entwickelte, die doch alles so viel einfacher machen sollte. Folgen wir Schritt für Schritt den Irrwegen zu unseren heutigen Standards und sehen uns an, wie viel Zeit, Geld und Nerven es die Branche kostete, die eigenen Verfahren immer wieder neu abzustimmen. Sie können auf eine wirklich interessante Geschichte gespannt sein … (continue reading…)