Warum die Technologieentscheidung wichtig
für den Erfolg von Web-to-Print-Projekten ist
Wenn wir von intomedia die Anforderungen für eine neue Web-to-Print-Plattform zusammen mit unseren Kunden erarbeiten, ist es eine entscheidende Aufgaben, die richtige Technologie auszuwählen – nicht selten eine Abwägung mit Kompromissen.
Dabei stehen in der Regel zwei Ziele im Vordergrund:
- Der Nutzer soll es so einfach wie möglich haben – Stichwort: Usability
- Die Plattform soll auf möglichst vielen Endgeräten funktionieren – Stichwort: Kompatibilität
Beide Ziele sind leider nicht deckungsgleich, und so gilt es zunächst, sich die Zielgruppe für das Projekt genauer anzusehen. Ein interner Web-to-Print-Shop für die Marketingmitarbeiter eines Unternehmens hat natürlich andere Anforderungen als ein Endkundenshop: hier eine homogene Nutzergruppe – eventuell sogar mit identischer EDV-Struktur – , dort Nutzer mit einer Vielzahl von Konfigurationen, die getestet und unterstützt werden wollen.
Wer die Welt der Web-Entwicklung kennt, weiß um das Problem: Auf dem einen Browser sieht die Internetseite todschick aus, während sie mit einem anderen Programm betrachtet ein optisches Grauen ist. Langsam nähern sich die Browser an, HTML 5 gilt in der Fachwelt als Heilsbringer der Webtechnologie. Leider setzen die konkurrierenden Entwickler von Internet Explorer, Firefox, Opera, Safari & Co. noch immer auf eigene Lösungen statt auf gemeinsame Standards, jedes Update ist potenziell ein Website-Killer. Aus diesem Grund ist eine stetige Pflege von Web-to-Print-Plattformen wichtig: Ähnlich wie die Jahres-Inspektion eines Autos sollte auch Software in regelmäßigen Abständen einem Test unterzogen werden – ein Punkt, warum Web-to-Print häufig als sogenanntes „Software as a Service“ (SaaS) angeboten wird.
Ähnlich wie bei Autos zählen bei Software innere und äußere Werte. Die Nutzer sehen zunächst nur die „Hülle“. Interessant dabei: Auch Webdesign ist Moden unterworfen – galten in der Anfangszeit des Internets noch allerlei Effekte wie blinkende Schriften als Ausdruck technologischen Fortschritts, so wird heute mehr Wert auf klare Nutzerführung und gute Strukturierung gelegt. Oberste Prämisse: Der Nutzer muss sich intuitiv zurechtfinden, ihm muss von Beginn an klar sein, wo er hinzuklicken hat, um seine Web-to-Print-Vorlagen zu personalisieren und zu bestellen. Aus diesem Grund arbeiten wir mit Interface-Designern zusammen, die wissen, was einen guten Webshop ausmacht.
Was „unter der Haube“ passiert, interessiert den Endnutzer dagegen weniger. Für uns dagegen ist die Technologie der Schlüssel. Während viele Kunden beispielsweise nach wie vor viele Spielereien vor Augen haben, die aktuell nur mit dem Adobe-Plugin Flash realisiert werden können, müssen wir sie darauf hinweisen, dass die Betreiber einer Internetseite mit dieser Technologie eine wachsende Zielgruppe ausschließen: Aus Performancegründen laufen Flash-Anwendungen grundsätzlich nicht auf Apples mobilen Geräten (iPhone, iPad), auch die nächste Version des Internet Explorers – immerhin weltweiter Platzhirsch unter den Browsern – wird es in einer Variante ohne Flash-Unterstützung geben. Adobe selbst lenkt ein und stoppt die Entwicklung von Flash für mobile Endgeräte.
Daher setzen wir bei den meisten unserer Projekte vermehrt auf Technologien, die wesentlich schlanker sind und auch auf nicht ganz so leistungsfähigen Umgebungen problemlos eingesetzt werden können. Dabei kommt der Browsersprache JavaScript eine große Bedeutung zu, denn sie ist zum einen ohne zusätzliches Plugin verfügbar und zum anderen in der Lage, die Aktionen des Nutzers im Browser sehr genau zu analysieren und zu unterstützen. Unsere Erfahrung: Stabile und erprobte Kerntechnologie auf dem Server in Verbindung mit stetig aktualisierten browserseitgen Anpassungen sind ein Garant für erfolgreiches Web-to-Print – auch ohne die Spielwiese Flash.
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© 2011 picolor® Heiko Richter, intomedia GmbH

November 14th, 2011 on 19:57
Hallo Heiko, ich hatte schon nicht mehr damit gerechnet – doch jetzt ist wieder einer Deiner Artikel online. Gut zu lesen und sehr verständlich geschrieben. LG, Jörg
November 15th, 2011 on 08:02
Danke für die Blumen. Leider war in den letzten Wochen die Zeit etwas knapp, aber selbstverständlich denken wir weiterhin an picolor, denn die Web-to-Print-Welt ändert sich so rasant, dass es spannend bleibt …!